Der Wind schickt keine Rechnung
Auf dem Dach ihres Verwaltungsgebäudes in der Danziger Str. 17 haben die Stadtwerke Mühlacker ein Kleinwindrad mit einem Kilowatt Leistung installiert, mithin Hightech aus dem Hochschwarzwald. Die Anlage ist speziell auf Schwachwindgebiete und Wohngegenden abgestimmt. Denn der Rotor bewegt sich bereits bei einer leichten Brise und ist dabei extrem leise. Die Stadtwerke wollen damit zeigen, dass sich jeder Hausbesitzer ohne großen Aufwand den Traum von selbst erzeugter Windenergie erfüllen kann. In Deutschland ist die Nutzung der Windkraft im Garten oder auf dem Bauernhof noch wenig verbreitet.
Technik aus dem Schwarzwald
Über ein neuartiges Netzeinspeisesystem gelangt der Windstrom über eine Steckdose ins häusliche Stromnetz. So kann der erzeugte Windstrom direkt verbraucht werden, der Stromzähler läuft langsamer und nur der Überschuss wird ins öffentliche Netz abgegeben. Alternativ ist es möglich, über einen Laderegler Akkus mit Windstrom zu laden. Ein Windrad kann die Grund-Stromversorgung eines Hauses abdecken – zwei bis drei in günstiger Lage durchaus auch die gesamte Stromversorgung. Die Anlage wurde von Günther Hacker, einem ehemaligen Deutschlehrer aus St. Georgen, entwickelt. Er ist von seinem Produkt derart überzeugt, dass er seinen Beruf aufgab, um sich ausschließlich der Wind- und Solarenergietechnik zu widmen. Seine Windräder hat er inzwischen in die halbe Welt exportiert, sie laufen in stromarmen Gegenden in Afghanistan, Afrika und Südamerika ebenso wie im Gebirge bei Hütten und Höfen.
Treffpunkt Mühlacker (www.muehlacker.de)
